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Bitte um Mithilfe

Fragebogen zu invasiven Flusskrebsen - Masterarbeit untersucht den Umgang von Angler*Innen mit invasiven Krebsen.

Fragebogen zu invasiven Flusskrebsen

Liebe Kartierer und Flusskrebs-Interessierte,

In einer vom Edelkrebsprojekt NRW unterstützten Masterarbeit soll der derzeitige Umgang der Fischerei mit diesen Krebsarten in NRW und bestehende Hindernisse bei deren Nutzung über eine Befragung ermittelt werden. Auf dieser Grundlage werden Maßnahmenvorschläge erarbeitet, um die fischereiliche Nutzung zu vereinfachen bzw. diese überhaupt möglich zu machen. Diese Vorschläge sollen dann nicht in der Schublade verschwinden, sondern möglichst zum Nutzen der Fischerei umgesetzt werden.

  1. Bitte füllen Sie dazu den Fragebogen (Word-Datei) im Anhang aus. Zu Beginn gibt es weitere Hinweise. Der Großteil erfolgt durch klicken von Kontrollkästchen, es gibt wenige kurze Textfelder (insg. ca. 7min, ggf. oben „Bearbeiten aktivieren" klicken).
  2. Speichern Sie die Datei ab.
  3. Senden Sie die Datei an timo.kuepper@yahoo.de

Hier geht's zum Fragebogen.

Bitte leiten Sie diesen Fragebogen auch an Ihre Angelkolleg*Innen, Vereinsmitglieder oder Ihnen bekannte Angler*Innen weiter, um eine möglichst große Zahl von Rückmeldungen zu erreichen. Kleiner Nebeneffekt ist, dass so zusätzlich auf dieses Problem aufmerksam gemacht wird.

Im Voraus vielen Dank für Ihre Hilfe!

Erstellt am: 24.04.2021


GESUCHT: Edelkrebsgewässer

Ein Beispiel für ein potentielles Besatzgewässer für Edelkrebse (Bild: M. Nowak)

Kennen Sie geeignete Gewässer zur Wiederansiedlung des Edelkrebses?

Ursprünglich war der Edelkrebs (Astacus astacus) in Mitteleuropa weit verbreitet. Heute finden sich die wenigen verbliebenen Edelkrebsbestände überwiegend in Oberläufen von Fließgewässern oder in abgeschlossenen Gewässern.

Die größte Gefahr für sie geht von amerikanischen Flusskrebsarten aus, die sich invasiv ausbreiten und der von ihnen eingeschleppten Krankheit - der „Krebspest".

Natürliche Vorkommen des heimischen Edelkrebses in NRW existieren fast nicht mehr. Um ihn hier zu erhalten, müssen die weiterhin auftretenden Verluste durch Wiederansiedlungsmaßnahmen ausgeglichen werden!

Grundsätzlich ergeben sich aus einer Edelkrebswiederansiedlung keine Nutzungbeschränkungen!

 

Wir bitten sie uns bei der Suche geeigneter Gewässer zu helfen!

Wichtige Kriterien für gute Edelkrebsgewässer sind:

  • Mindesttemperatur im Sommer von 15 °C
  • lehmige Ufer mit Steinen, Wurzeln & Totholz als Versteckmöglichkeiten
  • keine amerik. Flusskrebsarten im Gewässer oder in der Nähe
  • isolierte Gewässer (z.B. durch Barrieren, Baggersee)
  • Fließgewässer: mindestens 1 km lang
  • Stehendes Gewässer: mindestens 600 m² groß
  • geringe bzw. angepasste Gewässernutzung
  • Angler, Anlieger & Wassersportler u.A. vor Ort beachten Vorsichtsmaßnahmen gegen die Krebspest

Für Meldungen und Rückfragen, wenden Sie sich gern an das

Edelkrebsprojekt NRW, Neustraße 7, 53902 Bad Münstereifel,
E-Mail: info@edelkrebsprojektnrw.de

Eine PDF der Pressemitteilung finden Sie hier.

 

Erstellt am: 19.03.2021


Infotafeln für Edelkrebsgewässer

1 von 3 Infotafeln für Edelkrebsgewässer

Drei Druckvorlagen kostenfrei erhältlich!

An allgemein bekannten Edelkrebsgewässern oder an geeigneten Besatzgewässern im siedlungsnahen Bereich, möchten wir unseren lokalen Partner und interessierten Betreuern von Edelkrebsgewässern Infotafel-Vorlagen zur Unterstützung ihrer Öffentlichkeitsarbeit vor Ort zur Verfügung stellen.

Mehr Infos und Ansichtsexemplare hier.

Erstellt am: 18.12.2020


Was tun bei Krebspestbefall?

Ein neues Infoblatt für Gartenteichbesitzer, Aquarianer und Teichwirte!

Der Erreger der Krebspest (Aphanomyces astaci) ist ein Parasit, zählt zu den Algenpilzen und steht auf der IUCN-Liste der 100 schlimmsten invasiven Arten weltweit. Für den Menschen ist die Krankheit ungefährlich. Unsere einheimischen und einst weit verbreiteten Flusskrebse, Edelkrebs und Steinkrebs, wurden aber von der Krebspest und ihren Überträgern, den vom Menschen ausgesetzten amerikanischen Flusskrebsen, dezimiert und aus den meisten Gewässern verdrängt. Für Aquarianer und Teichwirte mit Edelkrebszuchten kann ein Krebspestbefall schnell zu einem hohen wirtschaftlichen Schaden führen.

Doch wie kann man sein Aquarium, Gartenteich oder Teichanlage am besten vor der Krebspest schützen? Und was ist zu tun, falls es doch mal zu einem Ausbruch der Krankheit kommt?

Hier und in unserem Downloadbereich finden sie das neue Infoblatt zu "Was tun bei Krebspestbefall?"

Das Edelkrebsprojekt NRW steht allen Interessierten und Hilfesuchenden gerne mit professioneller Beratung zur Seite. Schreiben Sie uns gerne an: info@edelkrebsprojektnrw.de

Erstellt am: 25.09.2020


Kalikokrebs im Siegsystem entdeckt!

Der Kalikokrebs gefährdet einheimische Klein- und Auengewässern (Bild: H.Groß).

Invasion erfolgt offensichtlich über den Rhein!

Nachdem 2017 bereits eine Krebsschere des Kalikokrebses (Faxonius immunis) am Ufer des Rheins bei Düsseldorf gefunden wurde, konnte das erste Vorkommen für NRW 2018 in der Nördlichen Düssel nachgewiesen werden. Jetzt wurden Kalikokrebse zweifelsfrei auch in einem kleinen Nebenbach der Sieg bei Hennef entdeckt.

Mehr Infos in unserer aktuellen Pressemitteilung.

Erstellt am: 17.07.2020


„Genau sein Typ" – Der Steinkrebs und der Gewässertyp des Jahres 2020

Links: Die Erft in der Eifel gehört zum Gewässertyp des Jahres 2020. Rechts: Der Steinkrebs wird derzeit aus steinigen Mittelgebirgsbächen verdrängt.

Steinige Mittelgebirgsbäche sind ideal für den Steinkrebs

Das Umweltbundesamt (UBA) hat den steinigen, kalkreichen Mittelgebirgsbach zum Gewässertyp der Jahres 2020 ernannt (s. Pressemitteilung 20.3.20).

In NRW trifft man diesen Gewässertyp hauptsächlich in der Eifel, dem Egge-Gebirge oder auf der Paderborner Hochfläche an. Das UBA hat auch eine Online-Karte veröffentlich, auf der man das Vorkommen des Gewässertyps anschaulich sieht! Vielleicht findet man sogar einen in Ihrer Nähe.

Solch struktur-und sauerstoffreichen Bachoberläufen oder Quellregionen gehören zu den ursprünglichen Lebensräumen des Steinkrebses. Neben dem Edelkrebs ist er die einzige weitere einheimische Flusskrebsart in NRW. Anders als der Edelkrebs, ist der Steinkrebs fast nie in stehenden Gewässern anzutreffen und bevorzugt kühlere Wassertemperaturen der Oberläufe. Auch fühlt sich der Steinkrebs eher auf steinigem Untergrund mit Totholz wohl, als auf erdig-lehmigem Untergrund, den der Edelkrebs in Stillgewässern und in den Unterläufen als Habitat nutzt.


Man erkennt, dass sich die beiden Arten ursprünglich die Gewässerregionen gut untereinander „aufgeteilt" hatten. Das änderte sich durch den Vormarsch nicht einheimischer Flusskrebse, die sich effizienter fortpflanzen, teils aggressiver sind und dazu auch noch immun gegenüber der Krebspest sind, die sie übertragen. Besonders der Signalkrebs breitet sich weiterhin bis in die Oberläufe aus und vernichtet dort vorhandene Steinkrebsbestände. Hinzu kam in der Vergangenheit weiterer Lebensraumverlust durch Gewässerverschmutzungen und der Gewässerausbau, die die natürliche Fließgewässerdynamik und ihre Struktur verformten.


Das führte dazu, das Stein- und Edelkrebs innerhalb der letzten 150 Jahre aus den meisten unserer Gewässer verdrängt wurden. Ihre letzten Refugien sind meist abgeschnittene Bachoberläufe oder isolierte Kleingewässer, in die sie vor allem vom Edelkrebsprojekt NRW aktiv wieder angesiedelt werden.

Weiterführende Links:
Steinkrebs

Karte der Fließgewässertypen in NRW

Wiederansiedlungsmaßnahmen

Erstellt am: 04.05.2020


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